Abgeordnete im BundestagFinanzenFraktionen im Bundestag

Steuersenkungspartei: DIE LINKE

DIE LINKE ist Steuersenkungspartei, weil wir geringe und mittlere Einkommen steuerlich entlasten wollen, also die große Mehrheit der Bevölkerung. Wir sind auch Steuererhöhungspartei für Erben großer Unternehmen, Superreiche und Spitzenverdiener.

Die LINKE will, dass Menschen mit niedrigen Einkommen weniger Steuern zahlen. Beschäftige mit weniger als 1050 Euro im Monat sollen überhaupt keine Steuern mehr auf ihr Einkommen bezahlen. Bezieher mit mittleren Einkommen zwischen 2500 und 4000 Euro im Monat sollen um mindestens 100 Euro im Monat steuerlich entlastet werden.

Bis zu einem zu versteuernden Monatseinkommen von 6000 bis 7000 Euro soll es Steuersenkungen geben. Alle die mehr verdienen, werden zunächst zaghaft, ab 10.000 Euro deutlicher stärker belastet. Klar ist, der Manager mit dem 300fachen Einkommen eines Facharbeiters soll viel mehr Steuern zahlen!

Vereinfacht gilt: Wer weniger als 6000 bis 7000 Euro im Monat Einkommen zu versteuern hat, wird entlastet. Wer mehr hat, wird belastet.

Die Ent- und Belastungen sollen sich die Waage halten, sodass den öffentlichen Kassen durch die Reform der Einkommensteuer kein Geld verloren geht. Das erreichen wir auch, in dem wir endlich wieder Kapitaleinkommen, also Zinsen und Dividenden, dem individuellen Einkommensteuersatz unterwerfen. Die jetzt geltende Bevorzugung von Kapitaleinkommen die feste Besteuerung von 25 Prozent wollen wir abschaffen. Einkommen aus Kapital und Arbeit sollen wieder gleich besteuert werden.

DIE LINKE will, dass viel mehr für Bildung und Pflege und weitere soziale Dienstleistungen ausgegeben wird. Auch soll mehr in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, den Straßenbau und die ökologische Wende investiert. Ein 100-Milliarden-Zunkunfts­investions­programm wollen wir.

Dafür brauchen wir deutlich höhere Steuereinnahmen – von den Reichen. Deshalb müssen wir insbesondere die Vermögensteuer als Millionärsteuer wieder einführen. Allein dadurch können mindestens 80 Milliarden eingenommen werden. Neuste Zahlen über die Vermögen der Superreichen lassen sogar höhere Summe realistisch erscheinen. Wer eine gerechte Gesellschaft will, muss sich mit den wirklich Reichen anlegen.

Zusätzlich brauchen wir die schärfere Besteuerung von Finanzspekulationen, die konsequente Bekämpfung von Steuertricks und Steuerbetrug sowie eine höhere Besteuerung von Unternehmen, Superreichen und Großerben. Alles zusammen würde mindestens 180 Milliarden Euro mehr Einnahmen bring.

Hashtags
Zeige mehr

Michael Schlecht, MdB

Michael Schlecht Politiker in der Partei Die Linke. Nach der mittleren Reife absolvierte er eine Ausbildung zum Drucker. Danach betrieb er in Berlin ein Studium zum Druck-Ingenieur und der Volkswirtschaft. Ab 1980 war er in Stuttgart bei der IG Druck und Papier – ab 1989 IG Medien – beschäftigt. 2001 wurde er Chefvolkswirt bei ver.di in Berlin. Michael Schlecht war von 1982 bis 2005 Mitglied der SPD die er aus Opposition gegen die Politik der "Agenda 2010" verließ.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to top button
Close
Close
X