Bayern (BY) - Kommunal

Die Kandidaten, zur Landratswahl 2017 in Regen, in der Gegenüberstellung – Thema Arbeit und Wirtschaft

Das schreiben die Kandidaten, Rita Röhrl und Stefan Ebner, zum Thema Arbeit und Wirtschaft in ihrem Wahlprogramm.


*Zum Thema Arbeit und Wirtschaft aus dem Wahlprogramm Stefan Ebner

2.1 Unsere Wirtschaftswunder
„Innovation und Fleiß machen uns auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig!”

In den letzten Wochen und Monaten war ich viel unterwegs in unseren Betrieben.
Jedes Mal habe ich die gleiche Frage gestellt: Was sind die größten Herausforderungen der nächsten fünf Jahre?
Die Antworten waren meist ähnlich: Fachkräftemangel und Infrastruktur.

Das müssen wir angehen! Unsere Region wird nur dann Zukunft haben, wenn wir eine innovative, erfolgreiche Wirtschaftsregion sind. Es reicht nicht, nur Erholungsraum und Naturlandschaft zu sein. Nur mit einer starken Wirtschaft ist es möglich, dass Menschen Perspektiven in der Region für sich erkennen und sich eine Existenz aufbauen.
Das Ziel ist: Die Arbeit muss zu den Menschen kommen, nicht umgekehrt.

Was will ich als Landrat KONKRET machen?

• Für Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen und gleichzeitig Chancen für Neuansiedlungen von Firmen nutzen

• Gründerzentrum für junge, innovative Start-ups schaffen – zur Förderung des lokalen Unternehmertums

• Anliegen unserer Firmen unterstützen, z.B. bei Förderanliegen, Standort- oder Objektsuche

• Regionale Unternehmen untereinander besser vernetzen, z.B. durch Plattformen wie dem Wirtschaftsforum, Netzwerk Glas

• Vereine und Verbände, die wirtschaftliche Anliegen vertreten, fördern (Wirtschaftsjunioren, Handwerkervereine etc.)

• Gewerbeflächenmanagement und Leerstandsmanagement professionalisieren

• Fachkräfte durch verstärkte Werbung für die Region (Imagekampagne) anwerben

• Bindung von Schulabgängern an die Region, um sie nach der Ausbildung wieder für die Region zu gewinnen

• Programm zur Rückholung von Fachkräften und Akademikern, die aus der Region kommen, auflegen

• Erfolgreiche Betriebe als Imagetransporteure für die Region herausheben z. B. durch stärkere Öffentlichkeitsarbeit

• Behördenverlagerung weiter forcieren – Es müssen noch weitere staatliche Stellen in den ländlichen Raum verlagert werden

• Neben der Behördenverlagerung muss die Wirtschaft die Arbeit in ländliche Region verlagern

• Handwerk stärker wertschätzen und fördern – Dem Akademisierungswahn entgegenwirken

• Kommunen bei Ausweisung von Gewerbegebieten unterstützen

• Kontakt zur Bundeswehr als wichtigem Arbeitgeber intensiv pflegen

3.6 Kampf gegen Leerstand

„Unsere Ortskerne müssen leben. Deswegen müssen wir Leerstand im Ortszentrum mit einem Leerstandsmanagement bekämpfen – durch Anreize, nicht durch Zwang!”

Verlassene Ortskerne haben weitreichende Folgen. Leerstand trübt das Bild von jedem Ort. Übernehmen junge Menschen die Wohnräume der Älteren nicht und findet sich kein neuer Bewohner, verwaist das Haus und das Ortsbild leidet. Auch leere Laden- und Gastronomieflächen in den Städten und Gemeinden tragen zu diesem Prozess bei. Deshalb wird die Neubelebung der Ortskerne eine kommunalpolitische Hauptaufgabe des nächsten Jahrzehnts. Politisch muss einerseits dem Wunsch der Menschen und Familien Rechnung getragen
werden, die in einem Baugebiet neu bauen möchten. Das führt aber auch zu hohen Erschließungskosten für die Gemeinden und deren Bürgern. Andererseits müssen staatliche Anreize gesetzt werden, damit leer stehende Objekte im Ortskern wieder bewohnt werden und sich neue Geschäfts- und Gastronomiebetriebe niederlassen, damit Zentrum einer Gemeinde lebendig bleibt.

Was will ich als Landrat KONKRET machen?

• Erhalt, Erneuerung und Neubelebung von leerstehenden Häusern im Ortskern unterstützen, wo möglich

• Kommunen unterstützen bei Sanierungs- und Nachfolgenutzungsplänen

• Leerstandsmanagement betreiben, um Wohnraum aufzuzeigen und Leerstände anzubieten

• Potenzielle Mieter und Käufer mit Informationen versorgen über Möglichkeiten, Leerstände zu beseitigen

• Ansiedelung von Lebensmittelmärkten im Zentrum unterstützen, nicht nur in der Peripherie

• Private Initiativen fördern, die selbst Leerstand verringern, z. B. Privatpersonen mit Stadtplanern zusammenbringen, Sanierungsprogramme aufzeigen usw.

• Staatliche Förderprogramme fordern, damit bspw. junge Familien Anreize haben, wieder in den Ortskern ziehen

• Für einen Denkmalschutz eintreten, der Sanierungswillige motiviert und nicht abhält

• Kommunen mit Erfahrungen im Leerstandsmanagement zusammenbringen zum Austausch

2.3 Regionale Vermarktung

„Unsere Produkte können es weiter schaffen als auf unsere Wochenmärkte!”

Allgäuer Käse, Schwarzwälder Schinken, fränkischer Wein, Bauernbrot und vieles mehr – regionale Produkte sind gefragt wie nie zuvor, werden im großen Stil vermarktet und sorgen für einen überregionalen Werbeeffekt. Auch unser Angebot kann diese Nachfrage stillen und sogar steigern. Waidler Holz als Baustoff für das Eigenheim und Bayerische Schmankerl als Feinkost brauchen starken Strategien für authentische Vermarktung außerhalb des Landkreises. Größere Absatzmärkte für unsere Lebensmittel und Holzprodukte sichern die
Arbeitsplätze unserer Land- und Forstwirtschaft. Je mehr zufriedene Menschen unsere Produkte genießen, desto besser die Bekanntheit und das Image der Region.

Was will ich als Landrat KONKRET machen?

• Beratungsstelle für Vermarktung regionaler Produkte, z.B. durch Hofläden schaffen

• Landwirte mit Einzelhändlern sowie Besitzern von Supermärkten und Hofläden zusammenbringen

• Online-Verkauf auf gemeinsamer Online-Plattform für alle Hofläden testen

• Einzelhändler und Supermärkte mehr sensibilisieren für Nachfrage nach regionalen Produkten

• Events wie bspw. Schmankerl-Wanderungen ausweiten, um regionale Produkte verstärkt zu vermarkten

• Regionale Produkte im Tourismus noch stärker platzieren, etwa als Give-Away bei Hotels

*Zum Thema Arbeit und Wirtschaft aus dem Wahlprogramm Stefan Ebner

 


*Zum Thema Arbeit und Wirtschaft aus dem Wahlprogramm Rita Röhrl

Unser Landkreis hat sich in den letzten Jahren
hervorragend entwickelt, unsere Wirtschaft läuft gut, darauf kann man aufbauen und weiterarbeiten.

*Im Wahlprogramm der Landratskandidatin werden zum Thema Arbeit und Wirtschaft keine weiteren Angaben gemacht.
Die Kandidatin kann jederzeit zum Thema Informationen nachreichen, die die Redaktion gerne berücksichtigt und in diesem Artikel ergänz. Kontakt zur Redaktion
*Zum Thema Arbeit und Wirtschaft aus dem Wahlprogramm Rita Röhrl

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Die Wahlprogramme zum Download (Extern)

Wahlprogramm der Kandidatin Rita Röhrl
Wahlprogramm des Kandidaten Dr. Stefan Ebner


* Angaben mit Stern wurden von der Redaktion depodi – Deutsche Politik ergänz

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