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Bundesratspräsident erinnert an die Opfer der Atombombenabwürfe vor 70 Jahren

Bundesratspräsident Volker Bouffier hat an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 70 Jahren, am 6. und 9. August 1945, erinnert. „Diese Bomben haben in wenigen Sekunden zehntausende von Menschen getötet und zwei Städte fast vollständig zerstört: Eine bis dahin unvorstellbare Zerstörungskraft. Wir gedenken der Opfer, die uns mahnen, auch in Zukunft für den Frieden zu arbeiten und einzustehen“, sagte Bouffier.

Die einzigen Atombomben, die je im Krieg eingesetzt wurden, trafen die beiden japanischen Städte am Ende des Zweiten Weltkrieges: Am 6. August 1945 um 8.16 Uhr detonierte die erste Atombombe über Hiroshima. Drei Tage später, am Morgen des 9. August 1945, zerstörte die zweite Bombe Nagasaki.

Bundesratspräsident Volker Bouffier hatte am 4. Juli dieses Jahres im Rahmen einer Reise nach Japan den Friedenspark in Hiroshima besucht und dort einen Kranz niedergelegt. Die Anlage rund um das Friedensdenkmal, eins der wenigen Gebäude, die der Detonation Stand gehalten haben, erinnert an die Opfer der beiden amerikanischen Atombomben. Seinen Besuch in Hiroshima nannte Bouffier „ein Zeichen des Respekts und der Verbundenheit mit den Opfern und ihren Angehörigen.“

Das atomare Wettrüsten zwischen den USA und der Sowjetunion prägte in den folgenden 45 Jahren die Weltpolitik. „Die Teilung der Welt verlief mitten durch Deutschland und auch die atomare Bedrohung war hier sehr konkret. Die Wiedervereinigung vor 25 Jahren war ein wichtiger Schritt zur Überwindung des tiefen Grabens zwischen Ost und West und damit nahm auch das Risiko eines Atomkrieges ab“, sagte der Bundesratspräsident.

Doch auch 70 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki ist die Gefahr durch Atombomben nicht gebannt. Im Friedenspark von Hiroshima brennt seit 1964 eine Flamme als Zeichen der Hoffnung auf eine Welt ohne Atomwaffen. Sie wird erst verlöschen, wenn dieses Ziel erreicht ist. „Das Grauen des Einsatzes von Atomwaffen wurde in Hiroshima und Nagasaki offensichtlich. Dieses unvorstellbare Leid darf sich nicht wiederholen. Deshalb müssen wir uns mit aller Kraft für den Frieden zwischen den Völkern einsetzen“, so Bouffier

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